Bitte wählen Sie Ihr Thema aus oder orientieren Sie sich über die Sitemap.
Ein jahrelanger Streit, der zuletzt auch vor Gericht geführt wurde, ist nun endlich vorbei: Der Fahrgastverband PRO BAHN Baden-Württemberg e.V. hat auf seiner Jahreshauptversammlung am letzten Samstag in Friedrichshafen einem Entschließungsantrag zugestimmt, der endlich neue Wohnbebauung in Stuttgart auf bisherigen Verkehrsflächen zulässt.
„Erstaunlich, was unter Zeitdruck alles möglich ist,“ kann es der stellvertretende Landesvorsitzende Matthias Beß selbst kaum glauben. Ein kurzfristig eingebrachter Antrag wurde einstimmig angenommen, der einfach die richtige Idee zur richtigen Zeit ist. Somit wurde beschlossen, dass die Flächen sämtlicher Bundesfernstraßen auf Stuttgarter Stadtgebiet ab sofort zur Überbauung mit neuen Gebäuden freigegeben sind.
„Nach kurzer Beratung im Kreise der anwesenden Mitglieder war klar: Niemand braucht diese Straßen mehr,“ so Beß. Angesichts des gravierenden Wohnungsmangels in Stuttgart war das Abstimmungsergebnis dann nur noch Formsache. „Wir wollen einer Lösung nicht länger im Wege stehen und die fehlgeleitete Diskussion in eine neue Richtung lenken,“ erläutert Beß. Nach Ablauf der dreitägigen Einspruchsfrist ist der Beschluss inzwischen rechtskräftig, d.h. dass ab sofort Baurecht besteht.
Der Straßenverkehr soll dadurch selbstredend nicht eingeschränkt werden. Die verbleibenden Nebenstraßen sowie Parkhäuser werden digitalisiert (Digitaler Straßenknoten Stuttgart, DSKS), wodurch sich ihre Kapazität spontan verzehnfacht.
Diese unverhoffte Nachricht wird im Stuttgarter Rathaus sicherlich Freudenstürme auslösen. Bereits ab dem heutigen Mittwoch, 1. April 2026, können die Bundesfernstraßen in Stuttgart gesperrt und einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. Wichtiger Nebeneffekt: Der politisch suggerierte Siedlungsdruck auf das sog. Rosensteinquartier ist damit hinfällig, d.h. die Flächen des Stuttgarter Hauptbahnhofs können unstrittig dauerhaft für den Bahnverkehr weitergenutzt werden.
Natürlich gibt es soviel Genialität nicht zum Nulltarif, weshalb wir die Profiteure Bund, Land, Stadt Stuttgart und die Flughafengesellschaft zur Überweisung von 13 Mrd. Euro auf unser bekanntes Vereinskonto auffordern.
(mb)
Am Samstag (28.03.2026) fand in Friedrichshafen am Bodensee die diesjährige Mitgliederversammlung des PRO BAHN Landesverbands Baden-Württemberg statt. Am Vormittag hielt Ralf Derwing von der Initiative Bodensee-S-Bahn einen viel beachteten Vortrag (Pdf, 2,3 MB) über die aktuellen Entwicklungen im Bodenseeraum.
Am Nachmittag wurde dann von der Mitgliederversammlung eine Resolution verabschiedet, in der die unverzügliche Umsetzung der bereits geplanten Verbesserungen im Eisenbahnverkehr und weitere Verbesserungen gefordert werden.
Bei den anschließenden Wahlen wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt und der Kreis der Beisitzer erweitert.
(jb)
Heute fanden vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim die Verhandlungen zu zwei Klagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV), an der sich auch PRO BAHN beteiligt hatte, gegen die Abkoppelung der Gäubahn statt. Am Abend wurde schon das Urteil verkündet und die Ablehnung der Klagen aus der ersten Instanz bestätigt. Der SWR berichtet darüber.
Nachtrag (19.03.2026): Nun hat sich auch der Verwaltungsgerichtshof geäußert.
Als Fazit bleibt, dass der Kampf gegen die Gäubahnunterbrechung politisch entschieden werden muss. PRO BAHN wird weiter gegen die unsinnige Abkoppelung kämpfen!
(jb)
Die Mitglieder des PRO BAHN-Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein und Südpfalz haben während ihrer letzten Sitzung auch über die Klagen über hohe Treibstoffpreise diskutiert und empfehlen, öfter statt des Autos den ÖPNV zu nutzen. Dies wurde auch in einer kurzen Pressemitteilung verbreitet.
(jb)
Gute Nachrichten für alle ÖPNV-Nutzer: In der aktuellen Verhandlungsrunde haben sich der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) und die Gewerkschaft Verdi auf einen Tarifvertrag geeinigt. Bis Ende Dezember 2029 drohen damit in Baden-Württemberg keine Streiks mehr bei den kommunalen Verkehrsunternehmen.
(jb)
Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB), PRO BAHN Baden-Württemberg und mehrere VCD-Kreisverbände warnen in einer gemeinsamen Pressemitteilung vor den Folgen der von der DB für 2027 geplanten Baustellen, die den Bodenseeraum zeitweise komplett vom deutschen Schienennetz abhängen. Stattdessen sollte mehr mit Teilsperrungen gearbeitet werden und die Ablachtalbahn (Radolfzell — Mengen) für Umleiterverkehre hergerichtet werden. Die Politik muss hier gegenüber der DB den nötigen Druck machen und natürlich auch das nötige Geld bereitstellen.
(jb)
Wie heute in verschiedenen Presseberichten (LOK Report oder Schwäbische Zeitung) bekannt wurde, hat die Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Reaktivierung der Ablachtalbahn von Radolfzell nach Mengen mit einem durchgehenden Stundentakt ein positives Ergebnis gebracht. Jetzt müssen die beteiligten Gemeinden und das Land die nächsten Schritte einleiten.
(jb)
letzte Aktualisierung: 04/2026