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RV Bodensee-Oberschwaben

15.03.2011

Regionale Fahrplankonferenz in Konstanz

Seehas-Taktlücke um 19.52 bleibt - Uni-Bus fährt ins Leere

Radolfzell (pb) - Bei der regionalen Fahrplankonferenz in Konstanz wurden die geplanten Fahrpläne für das Jahr 2012 vorgestellt. Dabei wurde die Chance verpasst, mit kleineren Anpassungen schmerzliche Lücken zu schließen.

Ein Ärgernis ist das frühe Ende des Halbstundentakts mit dem Seehas aus Konstanz heraus. Während ab Singen bis ca. 21 Uhr halbstündlich gefahren wird, ist in der Gegenrichtung außer freitags schon um 19.22 Schluss. Hart trifft dies Fahrgäste von der Höri, für die um 18.52 Ende eines brauchbaren Fahrplans ist. "Die Gäste-Karte des VHB ist ein Riesenerfolg", so Stefan Buhl, Vorsitzender des PRO-BAHN-Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben. "Einen Tagsesausflug mit Bus und Bahn nach Konstanz wird für Hörigäste bei diesem Angebot aber wohl nicht in Frage kommen."

Widersinnig ist es auch für die Studierenden in Konstanz. Doppelte Abiturjahrgänge und Wegfall der Wehrpflicht zwingen die Universität dazu, Seminare und Vorlesungen bis in den Abend hinein anzubieten. Die Stadt Konstanz hat bedarfsgerecht reagiert und fährt einen weiteren Stadtbus von der Uni zum Bahnhof Wollmatingen; doch von da aus geht es nicht weiter.

Das Problem ließe sich auch trotz der Knausrigkeit der Landesregierung lösen: Wenn schon der eigentlich notwendige Seehas nicht mehr bestellt wird (im Jahresfahrplan 2007 war er enthalten, fiel dann aber bereits im Juni 2007 den Kürzungen im ÖPNV wieder zum Opfer), ließe sich statt dessen problemlos der um 19.38 verkehrende Express-Seehas in die normale Fahrlage bringen. Das wird aber abgelehnt, weil 16 Minuten Zeitersparnis für Umsteiger richtung Basel und Stuttgart als wichtiger angesehen werden.

"Der Express-Seehas hat fraglos seinen Sinn", so die Bewertung des Fahrgastverbands, "aber wenn das Land wegen unzureichender Finanzierung des ÖPNV nur Mangelverwaltung betreibt, muss der Nahverkehr in der Fläche oberste Priorität haben. Deswegen hat der normale Seehas für uns Vorrang vor dem schnellen Fernverkehrszubringer."

Kontakt:

Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0170/3077110

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letzte Aktualisierung: 21.11.2017