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RV Nordschwarzwald

02.12.2004

Fahrgastverband PRO BAHN lobt neues Nagoldtalbahn- Konzept

Ein neues Bahn- Zeitalter beginnt mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 12. Dezember auf der Nagoldtalbahn. Verkehrten bisher die Züge zwischen Pforzheim und Horb lediglich zweistündlich, besteht nun ein Stundentakt, davon ist jeder zweite Zug bis nach Tübingen durchgebunden. Montag bis Freitag fährt die Nagoldtalbahn auf dem Abschnitt Pforzheim - Nagold tagesdurchgängig fast im Halbstundentakt. Die Betriebszeit verlängert sich in der Abendzeit um etwa 2 Stunden. Das entspricht nahezu einer Verdopplung des bisherigen Angebotes, freut sich Dieter Zaudtke, Vorsitzender von PRO BAHN-Nordschwarzwald und erinnert daran, dass Mitte der siebziger Jahre der Zugbetrieb im Nagoldtal fast vor dem Aus stand.

Die Fahrzeit zwischen Pforzheim und Horb reduziert sich um 8 Minuten. In einer zweiten Ausbaustufe bis Dezember 2006 ist mit einer weiteren Fahrzeitverkürzung zu rechnen. Gleichzeitig werden dann zusätzliche Haltepunkte, so in Weißenstein, Emmingen, Nagold-Süd, Nagold-Mitte und Iselshausen eingerichtet. Ein großes Fahrgastaufkommen erwartet Zaudtke von der Einrichtung eines weiteren Haltes in Pforzheim- Dillstein, deshalb sollten hierfür die technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Das neue Nagoldtalbahn- Konzept erfordert beträchtliche finanzielle Mittel des Landes und der Region. Der Betreiber der Strecke Pforzheim - Horb - Tübingen, die DB- Tochter ZugBus Regionalverkehr Alb- Bodensee GmbH (RAB) setzt moderne, kräftig motorisierte Triebwagen vom Typ Regio-Shuttle ein. Sie verfügen über Niederflureinstiege, eine behindertengerechte Toilette, Klimaanlage und eine große Stellfläche für Fahrräder.

Ein neuartiges Marketingkonzept soll zusätzliche Fahrgäste in die Züge locken. Unter dem Begriff "Kulturbahn" soll insbesondere der Freizeitverkehr gefördert werden, verbindet der Zug doch die Hermann-Hesse-Orte Tübingen und Calw. In den Sommermonaten werden sonn- und feiertags die Züge über Pforzheim bis nach Maulbronn-Stadt unter der Bezeichnung "VCD-Klosterstadt-Express" durchgebunden.

Attraktive neue Schienenverkehrskonzepte erfordern benutzerfreundliche und günstige Tarife. So gilt zwischen Pforzheim und Horb, sowie im gesamten Verbundgebiet des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis (VPE), im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und im Landkreis Freudenstadt als verbundübergreifender Fahrausweis die Regio X-Karte, für eine Person zu 11,-, bei bis zu 5 Personen für 16,50 €.

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letzte Aktualisierung: 05.08.2017