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05.03.2004

PRO BAHN Baden-Württemberg zur Diskussion um die Schließung von Verkaufsstellen

Kirchheim/Teck, 05.03.03, JS/WS - Mit großer Besorgnis reagiert der Fahrgastverband PRO BAHN auf die Diskussion zur bevorstehenden Schließung von bis zu 36 Fahrkartenausgaben innerhalb von Baden-Württemberg. "Eine kompetente Beratung durch sachkundige Mitarbeiter ist auch im Zeitalter von Internet die Basis zur Gewinnung neuer Kunden", so PRO BAHN-Vorsitzender Josef Schneider. Automatenverkauf, Internet oder Callcenter sind zwar eine sinnvolle Ergänzung, können aber das persönliche Beratungsgespräch nicht ersetzen.

Vor wenigen Monaten hat das Land Baden-Württemberg einen weitgehenden Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn abgeschlossen, ein solch nahezu flächendeckender Abbau von Verkaufsstellen entspricht mit Sicherheit nicht dem Geist dieser langfristig angelegten Zusammenarbeit. "Wenn selbst bedeutende Knotenbahnhöfe wie Sigmaringen zur Disposition stehen, muss endgültig von einem vollständigen Rückzug aus der Fläche gesprochen werden", so Schneider.

In der Anfang Februar veröffentlichten "Kundencharta Fernverkehr der Deutschen Bahn AG" verpflichtet sich die DB AG zur "zuverlässigen Beratung durch das Verkaufspersonal". "Mit den diskutierten Einschränkungen auch bei den Öffnungszeiten der verbleibenden Reisezentren wäre diese Zusage ad absurdum geführt", ärgert sich der PRO BAHN-Vorsitzende.

PRO BAHN befürchtet auch negative Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der dann geschlossenen Bahnhöfe. In einer landesweiten Untersuchung des Fahrgastverbandes wurden für den allgemeinen Zustand (z.B. Sauberkeit, aktuelle Tarif- und Fahrplaninformationen, baulicher Zustand, ...) grundsätzlich deutlich bessere Situationen an besetzten Bahnhöfen gegenüber Haltepunkten ohne regelmäßig anwesendes Personal festgestellt. PRO BAHN fordert von der DB AG, ein unfassendes Konzept für ein langfristig gesichertes und flächendeckendes Netz von Reisezentren und Verkaufsstellen zu entwickeln. Einfach immer wieder Bahnhöfe zu schließen, kann kein Weg zu einem effizienten Schienenverkehr sein. "Neue Ideen und Zusammenarbeit mit allen Interessierten ist hier gefragt", so der Fahrgastverband.

Verantwortlich für den Inhalt:

Josef Schneider, Vorsitzender Pro Bahn-Landesverband Baden-Württemberg

Kontakt: Josef Schneider 0160 / 7025154

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letzte Aktualisierung: 05.08.2017