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Pressemitteilungen

RV Nordschwarzwald

21.01.2004

Fahrgastverband PRO BAHN für einheitlichen Verbundtarif im Nordschwarzwald

Nach der inzwischen bekannt gewordenen Ablehnung eines Gemeinschaftstarifes des Verkehrsverbundes Pforzheim/ Enzkreis (VPE) und dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) durch den VPE-Aufsichtsrat weist der Fahrgastverband PRO BAHN darauf hin, dass in anderen Regionen Deutschlands meist mehrere Landkreise dem Fahrgast ein gemeinsames Tarifangebot offerieren. So ist beispielsweise der Stuttgarter Verkehrsverbund (VVS) ein Zusammenschluss von Stuttgart, Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen und dem Rems-Murr-Kreis. Am KVV sind sogar 7 Kreise beteiligt. Das ist auch notwendig, da Verkehrsströme vor Kreisgrenzen nicht Halt machen.

Im nördlichen Schwarzwald wird gerade versucht, die Mauthäuschen, die auf der Straße niemand haben möchte, bei Bus und Bahn fortbestehen zu lassen. Im Bereich des politischen Regionalverbandes Nordschwarzwald, der die Landkreise Freudenstadt, Calw, Enzkreis und die Stadt Pforzheim umfasst, gibt es drei Verkehrsverbünde bzw. Verkehrsgesellschaften, die ihre Tarifgebiete strikt getrennt halten, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.

"Es gibt keine durchgängig benutzbaren Fahrkarten, die es beispielsweise Ausflüglern erlauben würden, die Schönheiten des Nordschwarzwaldes per Bus und Bahn kennen zu lernen", beklagt der PRO BAHN- Regionalverbandsvorsitzende Dieter Zaudtke. Informationen über die jeweiligen Verbundtarife erhält man natürlich auch nicht außerhalb der jeweiligen Landkreise, so dass kein Auswärtiger auf die Idee kommt, mit Bus oder Bahn anzureisen.

Das so erzwungene Verhalten der Menschen führt dann zu der von ÖPNV- Verantwortlichen geäußerten Aussage, "Kreisgrenzen überschreitende Verkehre sind zu vernachlässigen". "Das Fahrkartenangebot muss auf die Bedürfnisse des Fahrgastes und nicht auf die Kreisgrenzen zugeschnitten sein", so Zaudtke. Das gilt auch für den Berufsverkehr.

Anfang 2003 erklärten die Landkreise Karlsruhe und Enzkreis ihren Willen zur engen Zusammenarbeit von KVV und VPE, mit dem Ziel eines einheitlichen Tarifangebotes. Völlig unverständlich ist nun die einseitige Aufkündigung durch den VPE Aufsichtsrat. Gerade jetzt, in Zeiten knapper Kassen, verhelfen Kooperationen zu Synergien und damit auch zu Kosteneinsparungen.

Das längerfristige Ziel muss ein leistungsfähiger Verkehrsverbund Nordschwarzwald sein, unter Einschluss der Landkreise Enzkreis, Calw, Freudenstadt, Stadt Pforzheim und dem Gebiet des heutigen KVV. Ein dringender und sofort zu lösender Zwischenschritt ist ein einheitliches, übergreifendes Tarifangebot von VPE und KVV. Als einen weiteren kleinen Schritt in die richtige Richtung empfiehlt der Fahrgastverband PRO BAHN- Nordschwarzwald die Einführung der Ausflugskarte ?Regio X? auch im Landkreis Calw, die bereits im Verkehrsgebiet des Landkreises Freudenstadt, KVV und VPE gültig ist.

PRO BAHN Nordschwarzwald
Dieter Zaudtke - Vorsitzender
Reuchlinstr. 14, 75223 Niefern-Öschelbronn
Tel. & Fax: 07233 / 941 999

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letzte Aktualisierung: 05.08.2017