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04.05.2014

PRO BAHN zur möglichen Gefährdung des Südbahn-Ausbaus

Südbahn endlich ausbauen

Stuttgart /Radolfzell (pb) - Den Abschluss der lange und immer wieder versprochenen Finanzierungszusage durch den Bund fordert der Fahrgastverband PRO BAHN. Es ist noch nicht klar, ob das Projekt in den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen wird.

Der Bund will gemäß einer Antwort auf eine Kleine Anfrage alle noch nicht begonnenen Projekte aus dem bisherigen Bundesverkehrswegeplan erneut prüfen. "Dass bei knappen Finanzmitteln die Baumaßnahmen sorgfältig geprüft werden, geht völlig in Ordnung", so Stefan Buhl, Vorsitzender von PRO BAHN Baden-Württemberg. "Es bringt aber nichts, abgeschlossene Prüfungen nur deswegen mit entsprechenden Kosten zu wiederholen, weil sich der Baubeginn zufällig über die Geltungsdauer des Bundesverkehrswegeplans hinweg verzögert", so Buhl weiter. Zudem seien die Kriterien des Bundesverkehrsministeriums wenig transparent; der Umgang mit dem Land, das sich freiwillig an der Hälfte der Kosten beteiligen will, nicht gerade kooperativ.

Die Sinnhaftigkeit des Ausbaus der Südbahn wurde bisher von keiner Seite in Frage gestellt, und der Bau von Stuttgart 21 macht die Elektrifizierung geradezu zwingend. "Im Stuttgarter Tiefbahnhof dürfen keine Dieselzüge fahren, deswegen wird es ohne Ausbau der Südbahn keine schnellen direkten Verbindungen zwischen der Landeshauptstadt und der Region Oberschwaben/Bodensee mehr geben", so Buhl. Auch der Fernverkehr nach Österreich dürfte ohne Elektrifizierung auf Dauer kaum überlebensfähig sein.

PRO BAHN weist aber auch immer wieder darauf hin, dass der Ausbau alleine die Verkehrsprobleme nicht löst. Die geplanten Verkehrskonzepte werden nach heutigem Stand vor allem auf der Bodneseegürtelbahn massive Nachteile mit sich bringen werden. "Das hat aber mit dem notwendigen Ausbau der Südbahn nichts zu tun", so Buhl. Diese Probleme müssten mit verbesserten Verkehrsplanungen gelöst werden, für die der Ausbau der Südbahn die Voraussetzungen schaffe.

Hinweis:

Die Anfrage ist hier zu finden: http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/594/59405.html

Die Antwort gibt es hier: http://www.agnieszka-brugger.de/fileadmin/dateien/Dokumente/Baden-Wuerttemberg/20140502_Drs_1811685_Suedbahn.pdf

Kontakt:

Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0170/3077110, buhl@pro-bahn-bw.de
Gerhard Stolz, Pressesprecher PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0721/494323, stolz@pro-bahn-bw.de

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letzte Aktualisierung: 02.05.2017