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21.04.2014

PRO BAHN zur Modernisierung der Seehas-Haltepunkte

Modernisierung endlich angehen - Projekte notfalls aufteilen

Radolfzell (pb) - PRO BAHN, der unabhängige Fahrgastverband, drängt weiter darauf, endlich die unbedingt notwendige Modernisierung der Seehashaltepunkte anzugehen. Wenn einzelne Gemeinden nicht mitziehen wollen, darf dies nicht zu Verzögerungen oder gar der Absage des Gesamtprojekts führen, so Stefan Buhl, Vorsitzender des PRO-BAHN-Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben.

Noch immer kreist die Diskussion um die leidige Finanzierung. Es ist das gute Recht der Kommunen, aufs Geld zu schauen und zu teure Planungen kritisch zu hinterfragen. Billiger wird es durchs Zuwarten aber auch nicht, so die Sorge des Fahrgastverbands; und in der Zwischenzeit bleiben viele potentielle Fahrgäste von der Nutzung des Seehas schlicht ausgeschlossen. "Wir brauchen keine Luxuslösung; nur müssen die Züge endlich barrierefrei erreichbar werden", so Buhl. Die Kosten relativieren sich, wenn man die jahrzehntelange Lebensdauer der neuen Bahnsteige berücksichtigt.

"Die teils extremen Höhenunterschiede sind auch ein großes Sicherheitsrisiko", wird Stefan Buhl nicht müde zu betonen. Dass die baulichen Zustände an manchen Haltepunkten jeder Beschreibung spotten, die keinem Autofahrer auf seinem Parkplatz dauerhaft zugemutet würden, ist offensichtlich.

Es gibt andererseits auch Haltepunkte und Bahnhöfe wie zum Beispiel in Engen oder Allensbach, wo der Handlungsdruck nicht gar so groß ist. Die Bahnsteige dort sind zwar auch zu niedrig, um wirklich barrierefrei in den Seehas ein- oder aussteigen zu können; doch ist der Zugang für die meisten nicht ganz unüberwindbar.

Es kann nicht sein, dass beispielsweise Böhringen oder Markelfingen im schlimmsten Fall dauerhaft mit der Nicht-Lösung (also keinen Zugang zum Schienenverkehr für Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen) leben müssen, nur weil irgendeine andere Kommune nicht mitziehen will. Notfalls muss eben dort gebaut werden, wo es völlig unabdingbar ist. "Eine halbe Lösung ist in diesem Fall immer noch besser als gar keine", so letztlich das Fazit von Stefan Buhl.

Kontakt:

Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, Tel. 0170/3077110, buhl@pro-bahn-bw.de

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letzte Aktualisierung: 05.08.2017