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30.07.2013

Rastatter Tunnel: PRO BAHN begrüßt den ersten Spatenstich

Der Fahrgastverband hat Zusatzwünsche!

Karlsruhe (pb) - Lange hat es gedauert bis die wichtige Entlastung des Rastatter Bahnhofs durch einen Tunnel in Angriff genommen wurde. Vierzig Jahre und mehr war der Tunnel bzw. eine mögliche oberirdische Umfahrung in der Diskussion und wurde zwar gewünscht, aber die knappen Finanzmittel verzögerten immer wieder den Baubeginn, so dass noch weitere zehn Jahre vergehen werden bis der Tunnel genutzt werden kann!

Trotz allem überwiegen die Freuden bei PRO BAHN, denn der Tunnel mit seinen Zulaufstrecken erhöht die Streckenkapazität, um den zunehmenden Güterverkehr und hoffentlich auch zunehmenden Personenverkehr aufnehmen zu können. Außerdem ermöglicht der Tunnel die Trennung des schnellen Reiseverkehrs von den langsameren Zügen des Nah- und Regionalverkehrs und des Güterverkehrs. So wird die Reisequalität, vor allem im Personenfernverkehr durch die Erhöhung der Spitzengeschwindigkeit auf 250 km/h, deutlich zunehmen und zusammen mit den übrigen Ausbaumaßnahmen an der Rheintalbahn eine Fahrzeitverkürzung allein bis Basel von 30 Minuten ermöglichen.

„Wenn auch bei den heutigen Festreden die Lobeshymnen im Vordergrund standen, dass jetzt endlich mit dem Tunnel begonnen wird, sieht PRO BAHN noch viele Probleme beim Eisenbahnverkehr, die die Politik endlich zu lösen hat.

Im Vergleich zum Straßenbau werden der Schiene immer weniger Mittel zugewiesen, so dass es im Schienennetz des Bundes einen riesigen Investitionsstau gibt, während gleichzeitig das Straßennetz unvermindert weiter wächst. Die Allianz pro Schiene hat vor kurzem errechnet, dass im vergangenen Jahrzehnt das Schienennetz um neun Prozent geschrumpft ist, während die Straße um die gleichen neun Prozent zulegte, trotz aller Sonntagsreden zur Förderung des Schienenverkehrs, wie sie heute wieder zu hören waren.

PRO BAHN fordert deshalb einmal mehr, dass die Investitionen in das Schienennetz deutlich erhöht werden, bei gleichzeitigen Einsparmaßnahmen beim Straßenbau. Außerdem müssen die Regionalisierungsmittel für den Schienennahverkehr zunehmen, sowie die GVFG-Mittel zweckgebunden dem ÖPNV zufließen und vor allen Dingen auf Dauer gesichert werden.

Der Fahrgastverband gibt den lokalen Politikern, passend zur heutigen euphorischen Stimmung, noch eine kleine, leicht zu lösende Hausaufgabe mit auf den Weg:

„Schaffen Sie endlich eine ÖV-Verbindung zwischen dem nördlichen Elsaß und dem Raum Mittelbaden!“

Kontakt:

Für den Regionalverband Pro Bahn
Gerhard Stolz
Eckhartstraße 21
76227 Karlsruhe
Tel.: 0721/494323
gerhard.stolz@web.de

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letzte Aktualisierung: 05.08.2017