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28.03.2013

PRO BAHN zur Neukonzeption auf der Gäubahn

Gäubahn erhält neue Chance – Positives Signal

Stuttgart (pb) - Überwiegend erfreut zeigt sich der Fahrgastverband PRO BAHN Baden-Württemberg über das heute vorgestellte neue Konzept auf der Gäubahn, dessen Vorteile in der Summe die unvermeidlichen Nachteile überwiegen. Im Kern ist vorgesehen, dass RE- und IC-Züge nicht mehr jeweils zweistündlich mit deutlich unterschiedlichen Fahrzeiten verkehren, sondern dass ein nahezu einheitlicher Stundentakt mit IC-Zügen angeboten wird. Dabei werden zwischen Stuttgart und Singen die Nahverkehrstarife zur Anwendung kommen. Die Züge werden mehr Halte als die bisherigen ICs aufweisen, aber nicht alle RE-Halte bedienen. Der Fahrplan wird auf die Fernverkehrsanschlüsse in Stuttgart ausgerichtet und in etwa eine halbe Stunde verschoben zum bisherigen IC-Takt liegen.

"Dass die DB bereit ist, ein solches Konzept zu planen und Neufahrzeuge einzusetzen, ist zunächst einmal ein sehr positives Signal", freut sich Buhl, Landesvorsitzender von PRO BAHN Baden-Württemberg. Erfreulich ist auch, dass sich alle Beteiligten zusammengesetzt und ein mutiges und unkonventionelles Konzept für die besondere Situation entworfen haben, nachdem bisher dies durch die Hoffnung auf Rückkehr der Neigetechnik-ICEs und durch die Trennung zwischen Nah- und Fernverkehr eine Entwicklung des Angebots auf der Strecke verhindert wurde.

Den Vorteilen der besseren Verbindung mit vielen Fern- und Nahverkehrsanschlüssen in Stuttgart Hbf stehen allerdings auch einige unvermeidbare Verschlechterungen bei manchen Taktverknüpfungen entgegen. Ein besonderes Manko ist der Verlust des Knotens Singen zur vollen Stunde mit schnellen Anschlüssen aus Richtung Basel, von der Bodenseegürtelbahn und ganz besonders aus Konstanz.

Die Gäubahn zeigt exemplarisch die Schattenseiten der Bahnreform von 1993. In klassischem Nah- und Fernverkehr ist das Angebot deutlich besser geworden. Strecken wie die Gäubahn, die keinem Segment so recht zuzuordnen sind, werden aber zwischen Nahverkehr mit sehr günstigen Angeboten und der Konkurrenz auf der bestens ausgebauten Straße aufgerieben. "Das Konzept auf der Gäubahn kann vielleicht den Weg zeigen, wie für solche Strecken gute Lösungen gefunden werden können", gibt sich Buhl zuversichtlich. Immerhin entspricht die Integration von Nah- und Fernverkehr einer Forderung von PRO BAHN, die nun endlich auch in Baden-Württemberg umgesetzt wird.

Kontakt:

Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0170/3077110, buhl@pro-bahn-bw.de
Gerhard Stolz, Pressesprecher PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0721/494323, stolz@pro-bahn-bw.de

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letzte Aktualisierung: 21.11.2017